Hörspielprojekt

Dank der Förderung durch ein Künstlerstipendium im Rahmen der NRW-Corona-Hilfen ist es mir möglich, auch während der Krise künstlerisch tätig zu sein. Gefördert wird ein Hörspielprojekt, dessen Ergebnis am Ende hier und auch auf anderen Kanälen für alle kostenlos zur Verfügung gestellt werden wird. Diese Seite ist eine Art öffentliches Tagebuch, das den Entstehungsprozess und die Ensemble-Arbeit in Teilen dokumentiert.

Innerhalb des Projekts arbeite ich (sobald es wieder möglich ist) mit Menschen aus NRW an ihrer Stimme und unterstütze sie dabei, durch die Übernahme einer Sprechrolle, über sich hinauszuwachsen. Das Schöne: Durch die Förderung brauchen die Teilnehmenden selbst nichts für die Schauspiel- und Stimmbildungskurse zu bezahlen. Damit ist eine Teilnahme unabhängig vom finanziellen Status möglich.

Derzeit arbeite ich am Skript für das Fantasy-Hörspiel, über das ich noch nicht zu viel verraten möchte. Ein paar Interessierte sitzen auch schon mit im Boot. Wenn alles gut geht, werden wir im März mit einem oder mehreren Stimmbildungs-Workshops, sowie mit dem Schauspieltraining starten. Für solche und ähnliche Zwecke hat Patrick McConnell sogar eine Sprecherkabine gebaut.

Zu sehen ist ein Mikrofon mit Membran, das in einer Sprecherkabine steht.
Das Innere der Self-Made-Sprecherkabine von Patrick McConnell

Darüber hinaus habe ich durch das Stipendium die Möglichkeit erhalten, mich 2021 an einer Sprecherakademie fortzubilden. Es freut mich sehr, dass das Künstlerstipendium die Möglichkeit bietet, sich in dieser Krisenzeit neu zu orientieren und Wege zu gehen, die zumindest ich nicht so schnell gegangen wäre. Außerdem freue ich mich, gerade die Stimmbildung nach der theaterpädagogischen Fortbildung, dem kurzen Aufenthalt beim Radio und Gesangsstunden weiter forcieren zu können.

Kleines Update (11.02.2021)

Schon jetzt haben sich für mich Türen geöffnet, die ich vorher nicht im Blick hatte. So ist im kommenden Schuljahr ein Hörspielprojekt an einer Schule angedacht. Ein Stimmworkshop für Frauen und ein Schauspielworkshop für die Stimme mit anschließender Ensemble-Bildung sowie ein Hip-Hop-Projekt, bei dem ich unter anderem für die ROllenarbeit zuständig sein werde, haben sich ebenso aus diesem ersten Impuls heraus entwickelt, den das Stipendium ausgelöst hat. Dafür bin ich sehr dankbar und froh, dass sich die Situation trotz aller Widrigkeiten so positiv entwickelt hat.

Liebe Sprecher:innen! Euer Wohlergehen ist mir wichtig! Da zum jetzigen Zeitpunkt keine Übungen und Aufnahmen in sicherer Umgebung möglich sind, werde ich die Stimmschauspiel-Kurse für dieses Hörspielprojekt unabhängig vom Lockdown mindestens auf die Zeit nach den Osterferien verschieben. Kreatives Arbeiten und die Entstehung eines Ensembles brauchen Sicherheit und Nähe. Beides wird in der nächsten Zeit noch nicht möglich sein.

Ich danke Euch für eure Geduld!

Kleines Update (26.03.2021)

Die Geschichte hat jetzt einen Namen: „Fioran – Das Geheimnis der fließenden Steine“. Mehr wird noch nicht verraten.

Aus gegebenem Anlass verschiebt sich unser gemeinsamer Start als Hörspiel-Ensemble leider noch weiter nach hinten. In den nächsten Podcast-Folgen werde ich aber immer mindestens eine Stimmübung einbauen, damit ihr euch schon mal allein vorbereiten könnt, wenn ihr das möchtet. Sobald es wieder möglich ist, zumindest in kleinen Gruppen zu arbeiten, melde ich mich bei euch.

Bis dahin, bleibt gesund!

Definitiv Großes Update (04.05.2021)

Hallo, liebe Sprecher:innen!

Heute möchte ich mich für euch einmal hörbar machen. Deshalb habe ich dieses Update spontan eingesprochen. Die Tonspur ist ein bisschen länger und ihr müsst natürlich nicht reinhören, wenn ihr die Zeit nicht findet. Ich kann mir aber vorstellen, dass auch ihr gern wissen wollt, wo das Projekt inzwischen steht. 😉

Themenüberblick:

  • Kurze Einführung in die Geschichte
  • Vorstellung einzelner (nicht aller) Charaktere
  • Freiwillige Übung
  • Ausblick

Viel Spaß!

Kleiner Nachtrag: Ich habe die Tonspur vor vielleicht drei Stunden veröffentlicht, und schon bekomme ich die ersten Rückmeldungen zur freiwilligen Übung. Ihr seid einfach toll! 😊

Fioran – Das geheimnis der fließenden Steine

die Story

Ein unglücklicher Zufall führt die Diebin Maira zu Zirkus Aisling. Als sie den vor Selbstbewusstsein strotzenden Akrobaten Benon überfällt, geraten die beiden nach einer Verfolgungsjagd versehentlich in die Untere Welt. Dort entdecken sie die Fließenden Steine, zwei mächtige Reliquien, die der Astralmagier Fero aus Missgunst in seinen Besitz gebracht hat. Als die beiden diese berühren, verbinden sich die Reliquien mit ihnen und bringen sie auf magische Weise zurück in die Obere Welt. Nach diesem Erlebnis tritt Maira als Akrobatin dem Zirkus bei, wo sie sich neben Benon auch mit dem Axtwerfer Bolbadur und der Feuerspuckerin Reva anfreundet.

Schon bald müssen Maira und Benon feststellen, dass sie durch die Verschmelzung mit den Fließenden Steinen mehr losgetreten haben, als ihnen lieb ist.

Die magische Welt und ihre Namen

Fioran ist ein Land in der fiktiven Welt Dhaum Díriochta. Die Namen der Städte und Länder, sowie der Welt sind teilweise der (irisch) gälischen, teilweise der deutschen Sprache entlehnt. Der Zirkusname Aisling kommt auch aus dem Gälischen und bedeutet Traum.

Kleines Update (16.06.2021)

Es ist soweit! Unser inzwischen zwölfköpfiges Ensemble hat einen Namen!

Seit Samstag, 12. Juni, sind wir offizell die Hammer Hörspielschmiede. Nur wenige Tage davor haben sich acht von uns per Zoom zu einem lockeren Kennenlernen zusammengefunden und über Hörspiele geschnackt. Kurz darauf kamen noch vier weitere Ensemble-Mitglieder dazu. Ich freue mich über jede*n Einzelne*n von Euch!

Und so geht es weiter: Derzeit bin ich dabei, zusammen mit dem von mir ernannten Cheflektor unseres Ensembles das zweiteilige Hörspiel so zu überarbeiten, dass ich es guten Gewissens an alle Mitglieder weitergeben kann. Anfang Juli geht es für mich außerdem zur Sprecher Akademie in Hamburg, wo ich mich selbst fortbilden möchte. Nachdem ich wieder da bin, wird es evtl. noch mal ein kleines Treffen per Zoom geben, bevor hoffentlich endlich unser Stimmschauspiel-Workshop analog in einem Raum stattfinden kann.

Nachtrag (18.06.2021)

Dank unseres Ensemble-Mitglieds Christian Mielke hat die Hammer Hörspielschmiede jetzt auch ein handgezeichnetes Logo. Danke, Christian, super gemacht!

Update: 9. Juli 2021

Ich bin wieder da und habe den Koffer voller neuer Erfahrungen (und Schmutzwäsche)! Gerade habe ich es gewagt, noch einmal in meine letzte Aufnahme reinzuhören, in der ich Euch näheres zum Hörspiel erzählt habe. Ein erster Impuls in mir sagte, dass ich die Tonspur besser löschen sollte, zumal ich sie damals zwischen Tür und Angel eingesprochen habe. Aber: Wir sind immer besser als gestern – das gilt auch für mich. Und genau deshalb bleibt sie, wo sie ist, denn nur so kann ich meine eigene Entwickung dokumentieren.

Die sechs Tage Intensivkurs haben mir wirklich viel gegeben und ich höre schon jetzt, was sich verbessert hat. Deshalb werde ich von nun an brav jeden Tag ein bisschen lernen, damit ich euch als Regisseurin auch einen Workshop und eine Ensemble-Regie bieten kann, die euch wirklich weiterbringt.

Ihr braucht jetzt aber keine Angst haben, dass es schwieriger für Euch werden wird oder dass ich absolute Perfektion verlange. Es wird eher kleine Veränderungen in meiner Planung geben, soweit es Eure Zeit zulässt. Wie ihr wisst, denke ich bei solchen Projekten immer an zwei Zielgruppen. Erstmal an Euch und dann an die Zuhörenden.

Die Wichtigste: Ich möchte Euch unbedingt als Ensemble agieren lassen, nicht nur am Anfang, sondern bis zum Schluss. Das bedeutet, dass ich Euch Szene für Szene in Kleingruppen zu mir einladen werde, sofern es denn möglich ist. Das macht es für Euch einfacher, ins Spielen zu kommen (da schreibt die Theaterpädagogin aus mir). Näheres werde ich Euch heute privat mitteilen.

Übrigens: Die Geschichte hat sich weiter entwickelt als anfänglich gedacht. Zum Glück bot es sich dramaturgisch an, die Geschichte in zwei Folgen aufzuteilen.

Der erste Teil wurde bereits finanziert. Für den zweiten Teil werde ich sehen, ob es vielleicht eine Möglichkeit gibt ein Startnext-Projekt daraus zu machen. Da ich bereits Ideen für weitere Folgen habe, denke ich auch darüber nach, mit der Geschichte an einen Verlag heranzutreten. Mein Ensemble weiß das bereits. Falls hier jemand mitliest, der oder die noch weitere Finanzierungsmöglichkeiten kennt:

Tipps und Ideen sind herzlich willkommen!

Hörbares Update (17. September 2021)

Heute habe ich meine dritte Podcast-Folge veröffentlicht. Das Thema lautet: „Schreiben für die Stimme“. Weil es sich anbietet, habe ich darin vor allem über die Arbeit und den aktuellen Stand des Hörspiel-Projekts gesprochen. Es ist viel passiert in den letzten Wochen. Das FabLab in Hamm hat mir eine Tasche mit unserem Logo als Geschenk geplottet und unserem Logozeichner einen Untersetzer aus Holz gelasert. Dann hat sich ein angehender Schauspieler aus Hamburg zur Hörspielschmiede gesellt. Er spricht zwei Brüder innerhalb des Stücks. Nicht zuletzt stell uns das FabLab im Oktober einen Raum für das Schauspieltraining zur Verfügung, damit wir – selbstverständlich unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen – als Ensemble üben können.

Im Klartext: Bald können die Aufnahmen endlich beginnen!

Wer mehr wissen will, kann sich die erwähnte Podcast-Folge (Folge 3 – Schreiben für die Stimme) dazu anhören. Ihr findet sie hier auf meiner Seite oder auch auf Spotify und Anchor.fm.

Kleines Update (28. Oktober 2021)

Es ist schon eine gute Woche her, aber besser spät als nie ;): Wir haben uns endlich getroffen! Dank des FabLabs in Hamm konnten wir uns am Samstag, den 16. Oktober endlich zum Schauspieltraining treffen (selbstverständlich unter den gültigen Corona-Regelungen)! Dabei wurden auch die übrigen Rollen verteilt, die noch nicht ganz feststanden. Jetzt, wo jede:r weiß, wen er/sie spielt, geht es in die Findungsphase der einzelnen Rollen. Die Aufnahmen der ersten Szenen starten vorraussichtlich im Januar. Vorher schaffe ich es projektbedingt leider nicht.

Erst gestern habe ich die finale Version des Hörspielskripts an die Schauspielerinnen und Schauspieler weitergegeben, da ich den Part der Erzählerin noch umschreiben wollte. Ich habe ihn nun so aufgeteilt, dass die beiden Protagonist:innen Maira und Benon die Geschichte aus ihrer Sicht erzählen. Das hat mehrere Gründe. Unter anderem ist es für meinen Mann Patrick und ich so am einfachsten, weil wir die beiden verkörpern und uns nicht zeitlich absprechen müssen, wenn wir aufnehmen. Wir sprechen nämlich Maira und Benon und können eher nochmal neu aufnehmen, wenn uns etwas nicht passt.