InSzene – Hörgeschichten in Reihe

„Mhmm, diesen Podcast-Weg könnte man doch auch für die Vertonung von Mini-Hörbüchern und Kurzgeschichten nutzen.“ – Dieser Gedanke keimte in mir auf, als ich mal wieder in der Tonkabine stand, um die zweite Folge meines StimmTalk!-Podcasts aufzunehmen. So schlimm die Corona-Krise für alle – nicht nur für Künstler*innen – ist, sie bringt auch Möglichkeiten hervor, Ideen in die Tat umzusetzen. So habe ich mich mit meiner Idee für einen Hörgeschichten-Podcast für das NRW-Stipendienprogramm „Auf geht’s“ für freischaffende Künstlerinnen und Künstler beworben. Dank der Zusage habe ich jetzt die Möglichkeit, das Projekt in die Tat umzusetzen. Ich hätte auch gern gesagt, dass das Stipendium mir die Zeit dazu schenkt, aber ganz ehrlich – die habe ich durch Corona zwangsweise genug. Deshalb freue ich mich umso mehr, dass ich jetzt dieses Projekt umsetzen und die erste Staffel, für die ich das Stipendium bekommen habe, bis Ende des Jahres für alle hörbar machen kann.

Die erste Staffel trägt den Namen „Circles“, da es in jeder Hörgeschichte um eine Szene geht, die einen Zyklus aus der Natur beschreibt. Ich habe hier das englische Wort gewählt, da es von der Bedeutung her in diesem Fall am besten beschreibt, worum es geht. Thematisch wird es in jeder Hörgeschichte um ein Lebewesen gehen, dessen Erlebnisse einen Zyklus beschreibt. Deshalb wird es auch sieben Folgen geben, da die Woche sieben Tage hat und damit selbst einen Zyklus darstellt.

Wie es jetzt weitergeht und welche Geschichten kommen werden, möchte ich noch nicht verraten. Der Großteil entwickelt sich ohnehin noch. Fest steht aber, dass ich das Projekt für alle hörbar machen möchte, die sich dafür interessieren. Das heißt, dass ich jede dieser sieben Folgen auch hier hochladen werde. Zudem werde ich, wie auch schon beim Hörspiel-Projekt, immer wieder kleine Updates veröffentlichen. Damit ich euch bei meinem kreativen Prozess mitnehmen kann, wenn ihr das möchtet.

(Beitrags-Foto: Anna Sudbrack)

Update (22.06.2021)

Auf der Suche nach Ideen, die bereits da waren, bin ich in meinem eigenen Blog fündig geworden. Dort gibt es drei Geschichten, die so erstmal nur dadurch verbunden zu sein scheinen, weil ich sie geschrieben habe. Interessanterweise haben sie aber alle ein ähnliches Thema: Sie beschäftigen sich mit Zyklen. Mir war vorher nicht bewusst, dass sie diese Verbindung hatten, bis ich mir Gedanken über dieses Projekt gemacht habe.

Inzwischen habe ich die Geschichten überarbeitet und ins Hörgeschichten-Projekt eingearbeitet. Außerdem habe ich ein Setting um die einzelnen Kurzgeschichten entwickelt, die diese nicht nur miteinander verbindet und selbst den Teil eines Entwicklungszyklus darstellt. Er ist auch mit der fiktiven Welt verbunden, in der das Hörspiel Fioran – Das Geheimnis der Fließenden Steine spielen wird. Die Idee dazu kam mir mit der Suche nach vorhandenen Szenen.

Auf einem sehr langen Spaziergang, der mich in den Park bei der Oberon-Straße in Hamm geführt hat kamen mir noch weitere Ideen für passende Kurzgeschichten. Das merke ich im Allgemeinen ganz oft. Nicht, wenn ich sie erzwinge, sondern immer dann, wenn ich stumpf einen Fuß vor den anderen setze, Sport treibe, abwasche, etwas repariere oder bastle, dann kommen die Ideen.

Update (4.10.2021)

Zugegeben, das letzte Update ist schon etwas länger her. Das liegt vor allem auch daran, dass die Arbeit an den Geschichten einige Zeit in Anspruch genommen hat und ich mich erst einmal auf das Schreiben der einzelnen Geschichten fokussieren wollte. Heute bin ich damit fertig geworden und kann das Manuskript zum Gegenlesen weitergeben. Gleichzeitig möchte ich an dieser Stelle kurz über das Drumherum berichten:

Geplant waren sieben Geschichten als Momentaufnehmen, oder besser gesagt als einzelne Szenen, die sich jeweils mit verschiedenen Kreislaufen der Natur beschäftigen. Während ich meine ersten Ideen gesammelt und ausgewertet habe, kam mir allerdings die Idee, einen Prolog und einen Epilog zu schreiben, die bereits auf die zweite Staffel hinweisen. Das bedeutet, dass das Projekt weitergehen wird. Wie ich die nächste Staffel finanziere, ist noch nicht klar. Allerdings liebäugle ich bereits damit, mir eine Patreon-Seite anzulegen und es auf diese Weise zu versuchen. Denn, wenn ich für meine Arbeit an den Texten bezahlt werde, habe ich mehr Zeit, an der zweiten Staffel zu arbeiten und kann auch mehr dafür tun.

Ich möchte nicht zu viel über die Inhalte der ersten Staffel verraten. Es wird jedenfalls vier szenische Geschichten geben, die aufeinander folgen und sich mit drei für sich allein stehenden Momentaufnahmen abwechseln. Sieben Geschichten stehen für sieben Wochentage. Drei dieser Geschichten habe ich letztendlich aus meiner Szenensammlung entnommen. Die älteste Grundidee daraus stammt sogar noch aus meiner Schulzeit.

Geplant ist, ab Dezember jede Woche eine zu veröffentlichen. Allerdings ist es mir wichtiger, dass mir die Aufnahmen gefallen, als dass ich den Zeitplan einhalte, das schon mal als kleine Vorwarnung.

Umklammert werden die sieben szenischen Geschichten, wie bereits erwähnt, durch zwei weitere Geschichten, aufgeteilt in Prolog und Epilog, wobei der Epilog eine Aussicht auf die zweite Staffel geben soll.

Sobald ich Rückmeldung zu meinen Texten habe und diese überarbeiten konnte, können die Aufnahme-Sessions beginnen.